Unternehmer Blog

In unserem Unternehmer Blog lesen Sie jeden Monat unsere Gedanken zu aktuellen Themen rund um Unternehmensnachfolge, Unternehmensverkauf und Unternehmenskauf.

Also, wie wir meinen, zu einer hochspannenden Materie.

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Unternehmer zu sein ist spannend!

Was ist wohl spannender und was macht das Leben zugleich vielseitiger, als Unternehmer oder Unternehmerin zu sein?

Und damit immer ein paar Schritte weiter zu denken, frühzeitig zu handeln und damit das umzusetzen, was für den künftigen Erfolg der Firma entscheidend ist.

Ein Unternehmen zu führen, für Mitarbeitende, Kunden und Geschäftsfreunde ein verlässlicher Chef, Lieferant und Partner zu sein, hat übrigens ziemlich viel mit Schach spielen zu tun.

Da wie dort geht es um strategisches Planen. Hier wie anderswo ist es wichtig, die Lage richtig einzuschätzen, sich ein Ziel vorzunehmen, sich zu bewegen und danach die richtigen Schritte zu machen.

Genau so, wie beim Schachspiel – nur, dass die damit verbundenen Konsequenzen in der Regel schwerwiegender und allenfalls (insbesondere finanziell gesehen) schmerzhafter sind als bei einem (verlorenen) Spiel.

Denn ihre Wirkung zeigt sich – anders als in theoretischen Modellen oder in künstlichen Situationen – im Realen. Also an Orten und in Lebenssituationen, wo wir sind, leben und in denen wir uns tagtäglich bewegen und entwickeln.

Deshalb heisst es im wirklichen Leben, immer ein paar Schritte voraus zu sein – und dies auch zu bleiben.

In diesem Unternehmer Blog gehen wir auf Fragen zur Unternehmensnachfolge, zum Verkauf von Unternehmen oder Unternehmensteilen und dem Kauf von Firmen ein.

Schach spielen ist antizipieren

„Sie riecht das Matt schon zwanzig Züge im Voraus“, erinnerte sich Nigel Short, der britische Schach-Grossmeister, an Judit Polgàr, die als erste Frau eine Medaille bei einer offiziellen offenen Meisterschaft gewann.

Zu wissen, wie man aufgestellt ist, danach die Position des Gegners richtig einzuschätzen, das grosse Ziel (den Sieg!) klar vor Augen zu haben, die Strategie zu verstehen, die dazu passenden taktischen Züge zu wählen und diese danach konsequent auszuführen, ist für erfolgreiche Schachspieler gleichsam die Essenz ihres Spiels.

Das A und O der Unternehmensführung

In der Wirtschaft läuft es ähnlich – häufig, jedenfalls.

Zu wissen, wer man ist, wo man steht und wie das Umfeld aussieht, gehört zum A und O der Unternehmensführung. Ebenso wie das Wissen um die Stärken, die Schwächen und die Innovationskraft der Wettbewerber.

Auch über die grundsätzlichen Themen, zu denen natürlich die gemeinsame Vision, die massgeblichen Ziele, die fokussierte strategische Stossrichtung und was sonst noch alles gehört, sind wir uns oftmals einig.

Immerhin setzen wir uns Jahr für Jahr jeweils mehrere Tage damit auseinander, passen die Überlegungen vom letzten Jahr an die aktuellen Erkenntnisse an.

Und wir freuen uns, wenn das strategische Papier in die richtige Form gegossen, ausgedruckt, verteilt und kommuniziert ist – bis zur nächsten Strategiesitzung, im kommenden Jahr.

Die Umsetzung macht den Unterschied

Doch was passiert in der Zwischenzeit? Business as usual?

Alfred Brittain, der langjährige CEO von Bankers Trust, bringt es auf den Punkt: „You can come up with the best strategy of the world. The implementation is 90 % of it!“

Unternehmensstrategien erarbeiten und danach gezielt und konsequent umsetzen – das bedeutet strategisches Management in Reinkultur.

Also: Strategie UND Management – UND Führung. Denn nur, wenn wir tun, was wir sorgfältig durchdacht, seriös eingeplant und präzis kommuniziert haben, besteht eine reelle Chance, am Ziel anzukommen. Mithin einen grossen Schritt zu tun und Ergebnisse zu realisieren.

Ein paar Schritte voraus bleiben

Doch geschieht diese Umsetzung auch tatsächlich wie vorgesehen?

Wer bringt die strategischen Vorgaben auf den unternehmerischen Boden? Wer arbeitet handfeste Massnahmen mit verbindlichen Terminen aus? Und wer schaut, dass diese auch wirklich realisiert werden?

Gibt es da, last, but not least, jemanden, der allenfalls nachhakt? Der Druck aufsetzt. Die Auswirkungen überwacht? Auf Ergebnisse pocht?

Oder, mit anderen Worten: Der darauf achtet, ob wir – wie beim Schach – ein paar Schritte voraus bleiben?

Beispielsweise dann, wenn es darum geht, die Unternehmensnachfolge rechtzeitig anzupacken, einen Verkauf von Unternehmensteilen (Carve-out) vorzunehmen oder den strategisch bedeutenden Zukauf eines Lieferanten in die Wege zu leiten?