Nachfolgeregelung als Chance!

Nachfolgeregelung als Chance!

Die Nachfolgeregelung als Chance zu verstehen, ist Unternehmern und Nachfolgern gleichermassen wichtig.

Denn erst mit diesem klaren Ziel vor Augen werden sowohl die Übergabe als auch die weitere Zukunft des Unternehmens erfolgreich verlaufen.

 

Fachliche oder emotionale Themen?

Unternehmer stehen vor und während der Übergabe vor einer anspruchsvollen – und teils delikaten – Herausforderung.

Einerseits sollten sie den Lauf der Zeit anerkennen und Nachfolgeregelung technisch und führungsmässig vorbereiten und das Eigentum an der Firma optimal übertragen – also die rechtlichen, steuerlichen, finanziellen und personellen Weichen stellen.

Auf der andern Seite spielen aber emotionale Themen eine bedeutende Rolle. Diese werden zu Beginn der ersten Sondierungsgespräche tendenziell unterschätzt, erlangen jedoch im Verlaufe der Zeit immer grössere Bedeutung.

 

In erster Linie geht es um Menschen

Ein Unternehmen besteht eben nicht nur aus Organigrammen, Maschinen, Fabrikationshallen, Grundstücken, Fahrzeugen und unzähligen vertraglichen Bindungen.

In erster Linie sind es die Menschen, die den Betrieb und die zentralen Beziehungen zur Firma ausmachen. Sie sind es auch, die den künftigen Erfolg des Unternehmens ausmachen.

Mit ihnen werden Erfahrungen und Erinnerungen geteilt. Und diese wiederum werden geprägt durch gemeinsame Erlebnisse, durch das vereinte Suchen und Finden nach Lösungen, durch Erwartungen, Enttäuschungen und Hoffnungen, durch schmerzhafte Schritte und freudige Begegnungen und überzeugende Resultate.

 

Rechtzeitig und tatsächlich loslassen

All dies hat das Leben im Unternehmen über die Jahre hinweg ausgemacht und ihm einen tieferen Sinn gegeben.

Doch nun soll das Produkt der eigenen Kraft und Energie, das Ergebnis aus ungezählten Entscheidungen und dem Ringen um die richtigen Lösungen in andere Hände übergeben werden.

Diese „Anderen“ werden neu für das Schicksal des Lebenswerks verantwortlich sein, ihre eigenen Entscheide fällen und Ideen umsetzen wollen. Der bisherige Unternehmer wird auf all dies bald keinen Einfluss mehr haben. Diese Übergangsphase sollte möglichst kurz gehalten werden – im Interesse des Unternehmens, der Nachfolger, der Mitarbeitenden, der Kunden und Lieferanten und nicht zuletzt der involvierten Familien.

Es geht also darum, im Zuge der Nachfolgeregelung rechtzeitig und tatsächlich loszulassen.

 

Nachfolgeregelung als Chance –
was ist zu beachten?

Dieser wichtige und zugleich potenziell schmerzhafte Schnitt setzt voraus, dass der Übergeber die einzelnen Phasen sorgsam vorbereitet. Die Nachfolgeregelung als Chance zu erleben, steigt also erheblich, wenn ein paar wesentliche Kerngedanken beachtet werden:

Die Nachfolgelösung ist sinnvollerweise immer Teil der strategischen Unternehmensentwicklung und damit eine feste Grösse in den Strategieprozessen.

Steuerliche, rechtliche und finanzielle Aspekte sind zwar wichtig, doch stellen sie nicht die massgeblichen Pfeiler dar. Es wäre unternehmerisch wahrscheinlich fatal, würde die Nachfolgelösung beispielsweise primär um das Steuer- und Gesellschaftsrecht organisiert werden. Vielmehr sind diese Elemente dazu da, die Unternehmensnachfolge zweckmässig zu unterstützen.

Die Nachfolgelösung sollte bereits lange vor dem künftigen Übergabezeitpunkt konzipiert sein. Zum einen, um bei unvorhersehbaren Ereignissen handlungsfähig zu bleiben, und zum andern, um die Aussichten auf eine künftige Nachfolgesituation intakt zu halten.

In die Überlegung der nötigen Schritte einzubeziehen sind übrigens vor allem die obersten Führungskräfte (und selbstverständlich der mögliche Nachfolger, sofern dieser bereits bekannt ist).

Überträgt der Eigentümer das Unternehmen an den Sohn oder die Tochter, kann das Ganze zusätzlich anspruchsvoll werden. Das eigene Kind sollte nämlich mindestens jene Kriterien für die neue Aufgabe als Unternehmer erfüllen, die auch an qualifizierte Aussenstehende gestellt werden. Jedenfalls wäre es aus Sicht des Unternehmens vermutlich kaum ideal, wenn hier zwar gut gemeinte, aber letztlich wenig zielführende Zugeständnisse gemacht würden.

Und nicht zuletzt sollte die Übergabe zügig und konsequent durchgezogen werden.

 

Denn so kann auch der Unternehmer selbst sich relativ bald wieder anderen Zielen zuwenden, neue Erfahrungen sammeln und das damals viellecht als schmerzhaft empfundene Loslassen im Rückblick sogar als eine einmalige Lebenserfahrung verstehen: Nachfolgeregelung als Chance für die weitere persönliche Entwicklung, sozusagen.

 

 

 

© ap pahud & partner

Sichere Nachfolge – jetzt erst recht

Sichere Nachfolge – jetzt erst recht

Sichere Nachfolge – Der Verkauf des eigenen Unternehmens ist für die meisten Menschen eine einmalige Angelegenheit.

Gerade jetzt braucht es bei Transaktionen im Unternehmensbereich viel Know-how und einen guten Überblick.

Link zum Interview-Beitrag in der Schweizerischen Gewerbezeitung vom 15. Mai 2020: https://www.gewerbezeitung.ch/de/news_archiv/sichere-nachfolge-jetzt-erst-recht

… oder hier im Original (von Corinne Remund, Schweizerische Gewerbezeitung):

 

Sichere Nachfolge

Der Verkauf des eigenen Unternehmens ist für die meisten Menschen eine einmalige Angelegenheit.

André Pahud, M&A-Experte, und sein Team unterstützen mit viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl den Unternehmer bei diesem schwierigen Schritt.

Gerade jetzt braucht es bei Transaktionen im Unternehmensbereich viel Know-how und einen guten Überblick.

Der Verkauf eines KMU muss fair ablaufen

«Chancen, Integrität und Resultate», so lautet das Erfolgsrezept der Mergers & Acquisitions (M&A)-Beratungsfirma in Buchs/SG.

Mitinhaber und Partner André Pahud hat das Unternehmen vor zehn Jahren gegründet und ist dank einer sukzessiv aufgebauten Kundenbasis gut auf Kurs. «Wir leben von den Empfehlungen unserer Kunden und Geschäftspartner. Daraus ergaben sich über die Jahre immer neue Kontakte und Aufträge.»

Als M&A- und Nachfolgeexperte begleitet er mit seinen zwei Partnern Transaktionen in Nachfolgesituationen von der Planung bis zum Firmenverkauf. Dafür ist viel Fingerspitzengefühl, Geduld, ein gutes Netzwerk und Erfahrung gefragt. Gemäss Pahud liegt der Erfolg eines Firmenverkaufs in der guten Vorbereitung: «Der Verkäufer muss sich in die Welt des Käufers hineinversetzen und versuchen, aus der Käuferperspektive das eigene Unternehmen zu beurteilen. «Dadurch wird es der Eigentümerin oder dem Eigentümer deutlich leichter fallen, den Wert der Firma realistisch einzuschätzen.

Denn erst, wenn beide  der Verkäufer wie der Käufer  überzeugt sind, ein faires Geschäft abgeschlossen zu haben, ist der Verkauf eines KMU tatsächlich erfolgreich.» Manchmal sei es fast eine Kunst, die unterschiedlichen Preisvorstellungen von Käufer und Verkäufer unter einen Hut zu bringen», weiss der M&A-Berater.

«Oft hat der Verkäufer eine sehr subjektiv geprägte Einschätzung und erachtet den Kaufpreis seines Unternehmens nur dann als realistisch, wenn damit auch die vielen Jahre harter Arbeit abgegolten werden. Die Käuferin wiederum möchte nur jenen Kaufpreis bezahlen, den sie aus betriebswirtschaftlichen Gründen als vertretbar ansieht. Ihr ist zudem bewusst, dass nebst dem Eigenkapital insbesondere das Fremdkapital der finanzierenden Banken und der anderen Kapitalgebern zu verzinsen und jenes in der Regel innert fünf bis sieben Jahren zurückzuzahlen ist», erklärt Pahud.

Er ist viel unterwegs und pflegt sein Netzwerk bei persönlichen Gesprächen mit Unternehmern und Geschäftsführern von KMU sowie an Anlässen von Wirtschafts-, Branchen- und Interessensverbänden. Der Prozess des Verkaufes ist unterschiedlich. Im Normalfall dauert es von der ersten Kontaktnahme über das Aufbereiten der Unterlagen, die Gespräche mit den potenziellen Käufern, die Due Diligence und die vertragliche Regelung bis zum definitiven Verkauf zwischen neun und achtzehn Monaten, bis eine Unternehmenstransaktion abgeschlossen ist. 

Ein Fünftel aller KMU suchen einen Nachfolger

Ein grosses Thema in der Schweizer KMU-Wirtschaft ist die Nachfolgeregelung. Studien zeigen, dass 20 Prozent dieser KMU innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Nachfolge anstreben. Betroffen von einem bevorstehenden Eigentümerwechsel sind demnach etwa 400’000 Arbeitsplätze, also rund zehn Prozent der Beschäftigten in der Schweiz.

Dazu Pahud: «Laut einer Studie des Wirtschaftsinformationsdienstes Bisnode D&B stehen rund 13 Prozent der Unternehmen vor einem dringenden Nachfolgebedarf: Ihre Inhaber bzw. Verwaltungsräte und Gesellschafter sind über 60 Jahre alt, und sie haben die Nachfolge noch nicht oder noch nicht ausreichend an die Hand genommen.» Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge ist das frühzeitige Planen und Aufgleisen. «Je früher die Nachfolge an die Hand genommen wird, desto grösser ist der Handlungsspielraum», beobachtet Pahud.

Oftmals beginnen Unternehmerinnen und Unternehmer deutlich zu spät, sich konkrete Gedanken zur Nachfolgeregelung zu machen. «Viele fühlen sich beispielsweise im Alter von 55 oder 60 noch fit und sind weit davon entfernt, die Übergabe oder den Verkauf anzugehen», so Pahud. Er rät daher, «das Thema bereits fünf bis acht Jahre früher anzupacken und sich rechtzeitig mit jemandem, dem man vertraut, auszutauschen und zu beraten.»

Quote: «Sich vom Lebenswerk mit positiven Emotionen zu trennen, ist für die erfolgreiche Übergabe entscheidend.»

Die Nachfolge rechtzeitig angehen

Eine weitere Herausforderung ist, rechtzeitig den geeigneten Nachfolger zu finden. Für viele Familienunternehmen wäre die Unternehmensnachfolge dann am besten gelöst, wenn der Sohn oder die Tochter die Firma übernimmt. Dabei ist es wichtig, sich rechtzeitig mit den involvierten Familienmitgliedern auszutauschen.

«Ist absehbar – oder allenfalls bereits klar –, dass die Nachfolgerin oder der Nachfolger aus der Familie, dem familiären Umfeld oder aus dem Unternehmen selbst kommt, sollten daher so bald als möglich offene Gespräche geführt werden. Zudem ist es wichtig, die nächsten Schritte gemeinsam zu besprechen und den weiteren Weg, wozu übrigens auch die sukzessive Einführung in die Führungsverantwortung gehört, zu definieren», rät Pahud.

Oft legen sich Eigentümer bei einer Nachfolgeregelung auf eine bestimmte Variante fest. «Dies kann zu unnötigen Verzögerungen führen. Oftmals gelangen die Beteiligten im Verlaufe der Gespräche zu neuen Erkenntnissen. Möglicherweise hat die Tochter oder der Sohn doch andere Lebensziele, als gemeinhin angenommen worden ist. Oder der langjährige Geschäftsführer hat seinen unternehmerischen Geist überschätzt und kommt nach vielen Gesprächen mit seiner Lebenspartnerin letztlich zum Schluss, dass es auch noch ein Leben ohne eigenes Unternehmen gibt.» Deshalb sollte man sich alle Optionen freihalten.

Wichtig ist auch, erst zu kommunizieren, wenn die Nachfolge gelöst sei. Weiter empfiehlt der Experte, sich Unterstützung zu holen, denn das Lösen der Nachfolge ist für kaum jemanden reine Routine: «Es gibt so viel zu überlegen, vorzubereiten, abzuklären, an die Hand zu nehmen und umzusetzen. Hinzu kommen verschiedene organisatorische, administrative, finanzielle, rechtliche und steuerliche Fragen, die professionell gelöst werden sollen. Es lohnt sich, jemanden beizuziehen, dem man – persönlich wie fachlich – vertraut.»

Als eine Kunst bezeichnet er das wirkliche Loslassen. «Nur, wenn wir etwas loslassen, empfangen wir Neues. Sich vom Lebenswerk mit positiven Emotionen zu trennen, ist für die erfolgreiche Übergabe entscheidend.» Allerdings bleibt das KMU nur in rund 40 Prozent aller Fälle in der Familie. Ebenso viele Male wird das Unternehmen an ein firmenexternes Management verkauft (MBI). Die restlichen etwa 20 Prozent entfallen auf Übernahmen durch bestehende Mitarbeitende (MBO).

Quote: «Es lohnt sich, jemanden beizuziehen, dem man – persönlich wie fachlich – vertraut.»

 

Komplexe Nachfolgeprojekte werden André Pahud und sein Team weiter beschäftigen. Kurzfristig geht er allerdings aufgrund der aktuellen unsicheren Wirtschaftslage von einem Rückengang der Aufträge aus.

Er ist aber überzeugt, dass er mittel- und langfristig die Nachfrage nach Dienstleistungen seiner Branche zunehmen werden. «Eine seriöse Vorbereitung und konsequente Durchführung des Generationenwechsel sind jetzt wichtiger denn je.»

 

© Corinne Remund, Schweizerische Gewerbezeitung

Wer ist der richtige Nachfolger – und wie erkenne ich ihn?

Wer ist der richtige Nachfolger – und wie erkenne ich ihn?

Es ist für jedes Unternehmen absolut wesentlich, den richtigen Nachfolger oder die passende Nachfolgerin zu finden.

Ein Plädoyer, sich intensiv mit den Nachfolgekandidaten auseinanderzusetzen.

 

Qualitätskontrolle der Kandidaten?

Wer sich für den Rémy Martin Louis XIII Black Pearl aus dem gleichnamigen Hause entscheidet, setzt auf die sprichwörtliche Qualität des Edeltropfens.

Vom Anbau über die Ernte, die Destillierung und die Lagerung ist der gesamte Prozess konsequent darauf ausgerichtet.

Anders gesagt: Bei einem Cognac aus der Rémy-Kellerei weiss der Kunde, was er bekommt.

Was für grosse Unternehmen und Konzerntöchter bei der Besetzung von Top-Positionen angehen mag, ist für kleinere und mittlere Familienunternehmen ein absolutes No-Go.

Hier genügt es nicht, bloss für ein paar weitere Jahre die Führungsposition „ideal“ besetzt zu wissen.

Es geht um wesentlich mehr, und zwar zeitlich, wirtschaftlich, gesellschaftlich, ideell, sozial, finanziell und damit existenziell.

Deshalb kommt der Qualitätskontrolle von Kandidaten, um den Evaluationsprozess mal so zu nennen, eine weit grössere Bedeutung zu, als gemeinhin angenommen wird.

Dennoch oder gerade deswegen sind Fehlbesetzungen alles andere als ausgeschlossen. Doch was sind die Gründe?

 

Vordergründig perfekt

Schauen wir uns zunächst ein Beispiel an, wie es sich so oder ähnlich ereignet haben mag. Auf den ersten Blick scheint alles zu passen.

Der Nachfolger entspricht dem ausbalancierten und präzise formulierten Anforderungsprofil: Führungserfahren, C-Level im Konzernumfeld, Ingenieur mit Zusatzausbildung in der Kunststofftechnik, technische Hochschule, internationale Einsätze, eindrücklicher betriebswirtschaftlicher Background, 35 bis 45 Jahre alt, hervorragend vernetzt, kulturell engagiert, hoch motiviert, unternehmerisch denkend, belastbar, offen, ausgezeichneter Kommunikator, erstklassiger Verkäufer – und so weiter und so fort.

Und in der Tat: Der Kronfavorit ist ein weitum bekannter Name, gilt (glaubt man den Zeugnissen und Referenzen) als zielstrebig und erfolgreich, verfügt über ausgesprochenes Organisationstalent, kann ausnehmend gut führen und kommt selbstbewusst, redegewandt und weltoffen rüber.

So gesehen also der perfekte Nachfolger vor dem Hintergrund eines noch perfekteren Profils.

 

Aber kein Unternehmer

Doch die Freude und der Stolz des Patrons über die „ausgezeichnete“ Nachfolgelösung sind von kurzer Dauer.

Keine zwei Jahre später kauft er das Unternehmen, das es in den letzten dreissig Jahren immerhin zum Marktführer in der Kunststoffverarbeitung gebracht hat, in einer Art Notverfahren von seinem Nachfolger zurück.

Erhebliche Unruhen in der Belegschaft, die abrupten Abgänge gleich mehrerer Schlüsselleute, reihenweise unzufriedene Kunden, in der Folge einbrechende Umsätze, dramatisch verschlechterte Quartalsergebnisse sowie nachgerade explodierende betriebliche (und vor allem nichtbetriebliche) Kosten drohten, das Unternehmen nach nur gerade vierundzwanzig Monaten in existenzielle Nöte zu bringen.

Was ist passiert? Der alte Chef findet klare Worte: Fehlendes unternehmerisches Verständnis, mangelnde Führungsqualitäten, weder bei der Führung noch bei Mitarbeitenden oder Kunden und Lieferanten akzeptiert, fehlerhafte operative und strategische Entscheide, offenkundige persönliche und familiäre Probleme, leidet an erheblicher Selbstüberschätzung, ist keineswegs einsichtig – und betrachtete das Unternehmen ausserdem als persönlichen Selbstbedienungsladen. Trotz hervorragender Profilkongruenz. Ende der Durchsage.

 

Es geht auch anders

Dass es im Gegensatz dazu um einiges besser laufen kann, beweist das Beispiel eines anderen Unternehmers.

Auch er gründete vor knapp dreissig Jahren einen kleinen Betrieb und baute das Unternehmen in der Zwischenzeit zu einem erfolgreichen Produzenten hochwertiger Schneidsysteme aus.

Doch jetzt, mit Ende fünfzig, steht die Frage im Raum, wer es fortführen soll. Aus der Geschäftsleitung ist niemand bereit, die unternehmerische Verantwortung zu tragen, und im privaten Umfeld zeichnet sich ebenfalls keine Lösung ab.

Anders als andere, die sich in einer ähnlichen Lage befanden, setzt er sich nun nicht einfach hin und entwirft eines jener abgehobenen Anforderungsprofile oder einen unrealistischen Wunschkatalog. Vielmehr konzentriert er sich auf die aus Sicht des Unternehmens wesentlichen Aspekte.

In seiner Zeit als Unternehmer hat er unter anderem eines gelernt: In der Praxis scheitern Nachfolgelösungen immer wieder, weil die künftigen Geschäftsführer und Käufer nicht zum Unternehmen und vor allem nicht zum bisherigen Eigentümer passen.

Was deshalb nötig ist, ist Klarheit. Also treffen er und die Geschäftsleitung den potenziellen Nachfolger über Wochen immer wieder ganztägig zum Gedankenaustausch und zu Strategiesitzungen, um die künftigen Strukturen, Zuständigkeiten, Abläufe und die neue Ausrichtung festzulegen und gleichzeitig zu prüfen, in welcher Form sich der potenzielle Eigentümer und Geschäftsführer einbringen würde.

Nebenbei kann sich auch die Geschäftsleitung einen massgeblichen Eindruck verschaffen und beurteilen, wie ihr angehender Chef denkt, spricht und handelt.

Der Neue besteht den Praxistest und wird danach ins Führungsteam aufgenommen. Damit ist er gleichzeitig explizit als Chef akzeptiert.

 

Die individuelle Persönlichkeit

Einmal mehr zeigt sich, dass nicht das fachliche Idealprofil das eigentlich Herausfordernde bei der Besetzung von Führungspositionen und Unternehmensnachfolgen darstellt.

Vielmehr sind es die spezifischen Anforderungen, die sich aus der jeweiligen Konstellation ergeben.

Oder, um es anders zu sagen: Inwieweit versteht der Kandidat die Kultur des Unternehmens?

Wie sehr ist er daran interessiert, diese kennenzulernen, sich zu integrieren und erst danach Veränderungen zu initiieren?

Ist er aufgrund seines beruflichen Werdegangs (und nicht primär aufgrund seiner Ausbildung oder seiner früheren Funktionen), seiner Energie und seiner Persönlichkeit überhaupt in der Lage, sich auf die neue Situation als Eigentümer und Chef einzulassen?

Und, last, but not least, ist er effektiv bereit und in der Lage, die Spielregeln zu akzeptieren und zu verinnerlichen?

Hinzu kommt eine ganz wesentliche Komponente: Es ist die Frage nach der aktuellen Situation, in der sich das Unternehmen befindet, und jene nach der Strategie, die es verfolgt.

Für die Wahl eines Nachfolgers ist nämlich entscheidend, ob das Unternehmen seit Jahren auf einem stabilen Wachstumskurs und damit in einer komfortablen wirtschaftlichen Lage ist, ob es sich in einem harten und kaum gewinnbringenden Umfeld bewegt oder ob es sich schlichtweg um einen knallharten Sanierungsfall handelt.

Ebenso ist zu beachten, welche Strategie verfolgt wird: Wird angegriffen oder verteidigt, baut das Unternehmen auf einer Markt-, Kosten-, Preis- oder Innovationsführerstrategie auf?

Es ist also ganz entscheidend zu wissen, ob sich ein prinzipiell erfahrener und ausgewiesener CEO eines Unternehmens nur mit Schönwettersituationen konfrontiert sah oder ob es in seinem bisherigen Berufsleben auch mal darum gegangen ist, ein gebeuteltes und sich im gnadenlosen Konkurrenzkampf befindliches Unternehmen mit gezielten Massnahmen in die Gewinnzone zu führen.

Im Endeffekt bringt der Kandidat oder die Kandidatin zwar häufig das fachliche (Ausbildungs-) Profil mit, scheitert aber an der Persönlichkeit, den individuellen Werten, den beruflichen Erfahrungen, der Unternehmenskultur und den damit verbundenen Herausforderungen und spezifischen Aufgaben.

 

Das Bauchgefühl akzeptieren

Was ist somit zu tun, um den geeigneten Nachfolger oder die geeignete Nachfolgerin zu finden?

Es mag selbstverständlich scheinen oder banal klingen, aber ein paar einfache und griffige Punkte haben sich bewährt:

Ausreichend Zeit mit dem Kandidaten verbringen – allein schon dies kann vieles beantworten.

Offen und Klartext reden – Missverständnisse verschwinden dadurch zwar nicht ganz, lassen sich aber wesentlich reduzieren.

Familienmitglieder, den Ehepartner, die Geschäftsleitung und ausgewählte Mitarbeiter beiziehen – übrigens nicht als vereinte Chormitglieder, ohne die der Gesang nur halb so schön tönen würde, sondern als massgebliche Puzzlesteine.

Auf das Bauchgefühl hören und die inneren Stimmen ernst nehmen – von wem lernen wir mehr, als wenn wir uns selbst gut „zuhören“?

Vom Kandidaten einen ausführlichen Businessplan und eine differenzierte Strategie erarbeiten und sich beide detailliert erklären lassen – hier kommen strategische, logische, emotionale, strukturelle, betriebswirtschaftliche, führungsrelevante und finanzielle Aspekte zum Tragen.

Das Unternehmen eine Zeit lang gemeinsam führen und danach sukzessive übergeben – nicht allzu lange zwar, aber ausreichend lang.

 

Kommen wir nochmals auf Rémy Martin zurück. Pierrette Trichet, die langjährige Kellermeisterin des Cognac-Giganten, übergab die Führung der Domaine an ihren Nachfolger übrigens mit den Worten: „Als wir vor sieben Jahren begonnen haben, miteinander zu arbeiten, sind mir dein Wunsch zu lernen, deine Passion, Leidenschaft und emotionale Intelligenz aufgefallen.“

Dass er zudem studierter Agraringenieur und Önologe ist, war, notabene, keiner Erwähnung wert.

 

 

© ap pahud & partner

Weshalb brauchen wir eine Familienstrategie?

Weshalb brauchen wir eine Familienstrategie?

Eine Familienstrategie ist für langfristig orientierte Unternehmer, ihre Familien und Nachfolger eine wesentliche Voraussetzung für anhaltenden Erfolg.

Eine Familienstrategie ist für viele Unternehmerinnen, Unternehmer und ihre Familien selbstverständlich.

Weil ihnen der langfristige Erfolg wichtig ist.

 

Familienstrategie: Blick nach vorn

Langfristig denken

Eine Familienstrategie setzt langfristiges Denken voraus. Und damit schon früh den Blick auf geeignete Nachfolger.

Doch der Blick nach vorn ist nicht wirklich en vogue.

Denn über Jahrzehnte hinaus zu denken heisst, sich in andere Zeiten zu versetzen. Es bedeutet zu verstehen, woher man kommt.

Und es geht darum zu sehen, wohin uns die Zukunft führen könnte.

Jetzt mit später verknüpfen

Ein langer Lebenszyklus steht insbesondere zugleich für veraltet, unmodern und fade.

Vor allem in Zeiten, in denen alles rasch wechselt und schnell vorüber ist.

Wir sind somit, so scheint es, langes, generationenübergreifendes Denken nicht mehr gewohnt. Was heute ist, war heute. Morgen sieht die Welt schon anders aus.

Die Kunst besteht nun jedoch darin, beides miteinander zu verknüpfen – also auf lange Sicht zu denken und gleichzeitig flexibel zu reagieren.

 

Chance und Gefahr

In Generationen denken

Langfristig orientierte Unternehmer und ihre Familien denken sprichwörtlich in Generationen.

Denn bekanntermassen erachten sie dies als wesentliche Voraussetzung für anhaltenden Erfolg.

Gleichzeitig verbinden sie ihre Grundwerte, ihre Traditionen und ihre Leidenschaft oftmals geschickt mit neuen Ideen.

Sie passen sich den Entwicklungen somit ständig an, verlieren aber gleichzeitig nie den Fokus.

Streitigkeiten in der Unternehmerfamilie

Ihnen ist aus jahrzehntelanger Erfahrung bewusst, dass alles seine Zeit braucht – auch der Erfolg. Also ein kontinuierliches Steigern des Unternehmenswerts.

Dieser Anstieg kann aber auch innert kürzester Zeit in einer Wertvernichtung enden.

Denn häufig ist es nicht der Markt, der Unternehmen in Schieflage bringt.

Sondern es sind dramatische und lang anhaltende Streitigkeiten in der Familie. Diese sorgen für atypisch kurze Lebensphasen von Familienunternehmen.

 

Klar formulierte Familienstrategie

Klar und transparent

Dabei ginge es anders.

Was in solchen Situationen nämlich so gut wie immer fehlt, ist – wie eingangs erwähnt – eine klar formulierte und transparente Familienstrategie.

Rückgrat des Unternehmens

Eine solche Familienstrategie ist wichtig, denn sie bildet das Rückgrat des Unternehmens und gibt eine klare Richtung vor.

Sie stabilisiert die Eignerfamilie und stellt somit sicher, dass das Unternehmen nicht durch familiäre Probleme aus der Bahn geworfen wird.

 

Übergeordnete Eignerstrategie

Klare Stossrichtung

Damit ist aber nicht alles geregelt.

Familienstrategie und Unternehmensstrategie müssen vielmehr zu einer übergeordneten Eignerstrategie zusammengefasst werden – bzw. von dieser abgeleitet werden.

Zu einer Strategie also, die eine klare Stossrichtung für die Familie und das Unternehmen aufzeigt und festlegt, was wann vorrangig zu behandeln ist.

Eignerstrategie schafft Spielregeln

Vor diesem Hintergrund gibt es künftig im Idealfall keine Diskussionen mehr zur Frage, ob in wirtschaftlich schwierigen Situationen die Familie oder das Unternehmen Vorrang hat.

Vorschlag: Es sollte das Unternehmen sein.

Oder es wird klar, welchen Einfluss jenes Mitglied der Familie, das den Unternehmensleiter stellt, auf die Firmenstrategie haben darf.

Eine mögliche Lösung hier: Die Inhaber als Ganzes entscheiden über die Strategie und damit über die Ausrichtung. Denn auch hier gilt der Grundsatz: Die Rahmenbedingungen werden durch die Inhaber gesetzt – das operative Mitglied der Familie setzt diese danach um.

Dies gibt auch Klarheit über die unterschiedlichen Rollen von Inhaber und Führungskraft.

 

Daher: Eignerstrategie und Familienstrategie

Eigentümer, Familie, Unternehmen

Zudem orientieren sich sorgfältig und seriös erarbeitete Eignerstrategien und Familienstrategien an ein paar einfachen, aber wesentlichen und in ihrer potenziellen Auswirkung zentralen Fragen:

Wer gehört zu den Inhabern?

Wie verstehen wir uns als Familie und als Unternehmer?

Wie wirken sich diese Spielregeln auf die operative Tätigkeit des Unternehmens aus?

Von welchen Strukturen ist auszugehen, damit dieses Selbstverständnis in der Familie und im Unternehmen übereinstimmt und die strategischen Leitlinien daran ausgerichtet werden können?

Und, ebenso wesentlich: Wem stehen welche Rollen als Eigentümer, in der Familie und im Unternehmen zu?

Damit ist sehr vieles geklärt, was wegweisend ist für den weiteren Weg.

Herausforderung Generationenwechsel

Doch damit allein ist es nicht getan. Die Nagelprobe von Familienstrategie, Unternehmens- und Eignerstrategie steht den meisten Unternehmern und ihren Familien noch bevor. Nämlich dann, wenn der Generationenwechsel ansteht.

Denn erst, wenn das Unternehmen tatsächlich in neue Hände übergegangen ist, zeigt sich, ob die Vorbereitungen nützlich waren.

Diese Phase wird eine der anspruchsvollsten überhaupt sein in einem von Herausforderungen ohnehin schon reichen Unternehmerleben.

 

Familienstrategie tatsächlich umsetzen

Dazu kommt, dass auch die potenziellen Nachfolger nicht jünger werden – und kaum geduldiger.

Je länger die Tochter oder der Sohn auf den Weckruf des Vaters oder der Mutter warten muss, desto eher wird der energievolle Vorwärtsdrang in eine narkotische Lethargie übergehen.

Es braucht also neue Wege. Doch, wie sieht eine solche Lösung aus?

Nehmen wir unsere eigenen Kinder.

Kaum jemandem käme wahrscheinlich in den Sinn, sich bei der Geburt der Tochter oder des Sohns vorzunehmen, sie auch noch im Alter von dreissig, vierzig oder gar fünfzig Jahren zu umsorgen.

Uns liegt vielmehr daran, ihnen einen guten Start zu ermöglichen, sie in ihrer Entfaltung zu unterstützen und ihnen alles mitzugeben, damit sie ihren Weg gehen können.

 

Unternehmensnachfolge als Prüfstein

Kinder als Vorbilder

Wir sehen also schon zu Beginn die Entwicklung, die sich unweigerlich abzeichnet.

Alles, was wir für unsere Kinder tun, all das, worin wir sie fördern, soll ihnen später ermöglichen, selbständig zu sein und ihr eigenes Leben zu leben.

Wir setzen uns somit bereits früh mit der Frage auseinander, was wir ihnen mitgeben müssen, damit sie in die Lage kommen, ihr eigenes Leben zu führen.

Doch: Weshalb gelingt uns dies mit unseren Unternehmen nicht ebenso gut? Was hindert uns daran zu fragen, wer in zehn, zwanzig oder dreissig Jahren unser Nachfolger sein soll? Und was spricht dagegen, uns diese Frage schon sehr früh zu stellen?

Wer konkret der Nachfolger oder die Nachfolgerin sein wird, ist zu jenem Zeitpunkt vermutlich noch nicht relevant.

Loslassen wollen!

Aber allein schon die Gewissheit, sein Lebenswerk in zwar ferner, aber dennoch absehbarer Zeit an einen Nachfolger zu übergeben – beziehungsweise übergeben zu müssen –, setzt zweifellos wichtige Energien frei.

Und öffnet den Blick dafür, was für das Unternehmen wesentlich ist: Die langfristig erfolgreiche Entwicklung.

Dazu gehört in erster Linie, wie es in der Familienstrategie festgehalten ist, die Weitergabe an die nächste Generation – verbunden mit positiven Emotionen.

Würden wir hin und wieder klären, ob die Entscheidungen, die wir heute fällen, unseren Nachfolgern zugute kommen, positionierten wir uns automatisch richtig: Nämlich als Unternehmerinnen und Unternehmer, die bereits heute wissen, dass sie morgen loslassen.

Wollen, nicht müssen.

 

© ap pahud & partner

Nachfolge – hoffentlich mit positiven Emotionen

Nachfolge – hoffentlich mit positiven Emotionen

Lebenswerk vom Unternehmer an die Nachfolger und damit an die nächste Generation mit positiven Emotionen verbinden, was bedeutet, das Unternehmen loszulassen.

Die Nachfolge im Unternehmen – für viele das Lebenswerk einer Generation – wird zwar erst in ferner Zeit durch einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin angetreten.

Dieses Wissen um die – irgendwann anstehende – Übergabe des Unternehmens ändert unsere persönliche Perspektive jedoch wesentlich – bereits heute.

 

Loszulassen entfacht Emotionen

Die Unternehmensnachfolge zu lösen bedeutet oftmals gleichzeitig, der nächsten Generation eine Chance zu geben. Wir betrachten in diesem Beitrag den Themenkreis Unternehmer, Nachfolge, Generation und Emotionen.

80’000 Unternehmen stehen in den nächsten fünf Jahren vor der Frage, wie sie ihre Nachfolge lösen sollen.

Da sind rund ein Viertel der Schweizer Firmen. Von diesen Änderungen sind etwa 900’000 Mitarbeiter betroffen.

Doch um die zwanzig Prozent der Unternehmen werden diesen Schritt erfahrungsgemäss nicht schaffen.

Das wären pro Jahr immerhin 3’000 Firmen mit beinahe 40’000 Mitarbeitern.

Diese Zahlen ergeben sich aus mehreren Studien, unter anderen aus jenen des Centers for Family Business der Universität St.Gallen.

Die Gründe liegen in betrieblichen Problemen, ungelösten strategischen Fragen – und emotionalen Faktoren. Vor allem emotional negativ beeinflusste Perspektiven machen es schwierig, sich auf die Zeit danach einzustellen.

Den Übergang zu ordnen bedeutet ja, etwas aus der Hand zu geben. Aber loszulassen entfacht widerstrebende und zwiespältige Gefühle. Wir fürchten uns instinktiv davor, allenfalls mehr zu verlieren als zu gewinnen.

 

Für die nächste Generation denken

Es gibt wahrscheinlich keinen idealen Zeitpunkt, um sich mit der Unternehmensnachfolge und seinen Auswirkungen auseinanderzusetzen. Allenfalls ist es sogar wichtig, sich darauf einzustellen, dass der geeignete Augenblick kaum je zu finden ist.

Denn Gründe, sich nicht schon heute mit der Übergabe des Unternehmens befassen zu müssen, werden immer vorhanden sein.

Allenfalls sind es in diesen Tagen und Wochen herausfordernde wirtschaftliche Probleme, die eine Übergabe scheinbar verunmöglichen. Und danach ist es vielleicht die strategische Neuausrichtung, die es nötig macht, das Ruder nicht aus der Hand zu geben.

Auch beim sechzigsten, siebzigsten oder achtzigsten Geburtstag des Unternehmers wird es sich ähnlich verhalten.

Hinzu kommt, dass die Kandidaten nicht jünger werden – und jedenfalls nicht geduldiger.

Je später die Tochter oder der Sohn die Chance bekommt, sich ins Unternehmen einzubringen und zu beweisen, dass sie fähig sind, die idealen Nachfolger zu sein, desto weniger werden sie gewillt sein, in die Fussstapfen ihrer Eltern zu treten.

Es braucht somit neue Ansätze. Doch wie sehen diese aus?

 

Die Kinder sollen ihr Leben selbst gestalten

Am besten sehen wir es bei unseren eigenen Kindern: Niemand von uns würde wahrscheinlich schon bei der Geburt der Tochter oder des Sohns davon ausgehen, sie auch noch im Alter von dreissig oder vierzig Jahren zu umsorgen.

Vielmehr möchten wir ihnen doch einen erfolgreichen Start in ihre Leben ermöglichen, sie auf ihrem Weg unterstützen und ihnen alles zeigen, was nötig ist, damit sie ihr eigenes Leben leben können.

Wir sehen schon früh, zu welchen Persönlichkeiten sie sich entwickeln.

Das, was wir unseren Kindern ermöglichen und worin wir sie unterstützen, soll ihnen später ermöglichen, ihr Leben selbständig zu gestalten.

Wir überlegen uns also rechtzeitig, was sie benötigen, damit sie sich gesund entwickeln können.

 

Nachfolge mit positiven Emotionen

Was hindert uns nun aber daran, es mit unserem Unternehmen ebenso gut umzusetzen?

Weshalb fragen wir uns nicht, wer in zehn oder zwanzig Jahren unsere Nachfolge antreten soll?

Und was hält uns davon ab, uns dies schon heute, allenfalls bereits zu Beginn unserer unternehmerischen Laufbahn, zu fragen?

Wer konkret infrage kommen soll, ist zu diesem Zeitpunkt kaum relevant.

Doch nur schon die Tatsache, dass wir uns bewusst sind, das Lebenswerk in zwar ferner, aber dennoch absehbarer Zeit zu übergeben, ändert unsere Perspektive wesentlich.

Die Frage stellt sich, was für das Unternehmen am wichtigsten ist. Und die Antwort könnte lauten: Die nachhaltige erfolgreiche Entwicklung – über Generationen hinweg.

Verbunden mit positiven Emotionen.

 

© ap pahud & partner