Familienstrategie – für den langfristigen Unternehmenserfolg

Familienstrategie – für den langfristigen Unternehmenserfolg

Eine Familienstrategie ist für langfristig orientierte Unternehmer, ihre Familien und Nachfolger eine wesentliche Voraussetzung für anhaltenden Erfolg.

Eine Familienstrategie ist für viele Unternehmerinnen, Unternehmer und ihre Familien selbstverständlich.

Weil ihnen der langfristige Erfolg wichtig ist.

 

 

Familienstrategie: Blick nach vorn

Langfristig denken

Eine Familienstrategie setzt langfristiges Denken voraus. Und damit schon früh den Blick auf geeignete Nachfolger.

Doch der Blick nach vorn ist nicht wirklich en vogue.

Denn über Jahrzehnte hinaus zu denken heisst, sich in andere Zeiten zu versetzen. Es bedeutet zu verstehen, woher man kommt.

Und es geht darum zu sehen, wohin uns die Zukunft führen könnte.

Jetzt und später verknüpfen

Ein langer Lebenszyklus steht insbesondere zugleich für veraltet, unmodern und fade.

Vor allem in Zeiten, in denen alles rasch wechselt und schnell vorüber ist.

Wir sind somit, so scheint es, langes, generationenübergreifendes Denken nicht mehr gewohnt. Was heute ist, war heute. Morgen sieht die Welt schon anders aus.

Die Kunst besteht nun jedoch darin, beides miteinander zu verknüpfen – also auf lange Sicht zu denken und gleichzeitig flexibel zu reagieren.

 

Chance und Gefahr

In Generationen denken

Langfristig orientierte Unternehmer und ihre Familien denken sprichwörtlich in Generationen.

Denn bekanntermassen erachten sie dies als wesentliche Voraussetzung für anhaltenden Erfolg.

Gleichzeitig verbinden sie ihre Grundwerte, ihre Traditionen und ihre Leidenschaft oftmals geschickt mit neuen Ideen.

Sie passen sich den Entwicklungen somit ständig an, verlieren aber gleichzeitig nie den Fokus.

Streitigkeiten in der Unternehmerfamilie

Ihnen ist aus jahrzehntelanger Erfahrung bewusst, dass alles seine Zeit braucht – auch der Erfolg. Also ein kontinuierliches Steigern des Unternehmenswerts.

Dieser Anstieg kann aber auch innert kürzester Zeit in einer Wertvernichtung enden.

Denn häufig ist es nicht der Markt, der Unternehmen in Schieflage bringt.

Sondern es sind dramatische und lang anhaltende Streitigkeiten in der Familie. Diese sorgen für atypisch kurze Lebensphasen von Familienunternehmen.

 

Klar formulierte Familienstrategie

Klar und transparent

Dabei ginge es anders.

Was in solchen Situationen nämlich so gut wie immer fehlt, ist – wie eingangs erwähnt – eine klar formulierte und transparente Familienstrategie.

Rückgrat des Unternehmens

Eine solche Familienstrategie ist wichtig, denn sie bildet das Rückgrat des Unternehmens und gibt eine klare Richtung vor.

Sie stabilisiert die Eignerfamilie und stellt somit sicher, dass das Unternehmen nicht durch familiäre Probleme aus der Bahn geworfen wird.

 

Übergeordnete Eignerstrategie

Klare Stossrichtung

Damit ist aber nicht alles geregelt.

Familienstrategie und Unternehmensstrategie müssen vielmehr zu einer übergeordneten Eignerstrategie zusammengefasst werden – bzw. von dieser abgeleitet werden.

Zu einer Strategie also, die eine klare Stossrichtung für die Familie und das Unternehmen aufzeigt und festlegt, was wann vorrangig zu behandeln ist.

Eignerstrategie schafft Spielregeln

Vor diesem Hintergrund gibt es künftig im Idealfall keine Diskussionen mehr zur Frage, ob in wirtschaftlich schwierigen Situationen die Familie oder das Unternehmen Vorrang hat.

Vorschlag: Es sollte das Unternehmen sein.

Oder es wird klar, welchen Einfluss jenes Mitglied der Familie, das den Unternehmensleiter stellt, auf die Firmenstrategie haben darf.

Eine mögliche Lösung hier: Die Inhaber als Ganzes entscheiden über die Strategie und damit über die Ausrichtung. Denn auch hier gilt der Grundsatz: Die Rahmenbedingungen werden durch die Inhaber gesetzt – das operative Mitglied der Familie setzt diese danach um.

Dies gibt auch Klarheit über die unterschiedlichen Rollen von Inhaber und Führungskraft.

 

Daher: Eignerstrategie und Familienstrategie

Eigentümer, Familie, Unternehmen

Zudem orientieren sich sorgfältig und seriös erarbeitete Eignerstrategien und Familienstrategien an ein paar einfachen, aber wesentlichen und in ihrer potenziellen Auswirkung zentralen Fragen:

Wer gehört zu den Inhabern?

Wie verstehen wir uns als Familie und als Unternehmer?

Wie wirken sich diese Spielregeln auf die operative Tätigkeit des Unternehmens aus?

Von welchen Strukturen ist auszugehen, damit dieses Selbstverständnis in der Familie und im Unternehmen übereinstimmt und die strategischen Leitlinien daran ausgerichtet werden können?

Und, ebenso wesentlich: Wem stehen welche Rollen als Eigentümer, in der Familie und im Unternehmen zu?

Damit ist sehr vieles geklärt, was wegweisend ist für den weiteren Weg.

Herausforderung Generationenwechsel

Doch damit allein ist es nicht getan. Die Nagelprobe von Familienstrategie, Unternehmens- und Eignerstrategie steht den meisten Unternehmern und ihren Familien noch bevor. Nämlich dann, wenn der Generationenwechsel ansteht.

Denn erst, wenn das Unternehmen tatsächlich in neue Hände übergegangen ist, zeigt sich, ob die Vorbereitungen nützlich waren.

Diese Phase wird eine der anspruchsvollsten überhaupt sein in einem von Herausforderungen ohnehin schon reichen Unternehmerleben.

 

Familienstrategie tatsächlich umsetzen

Dazu kommt, dass auch die potenziellen Nachfolger nicht jünger werden – und kaum geduldiger.

Je länger die Tochter oder der Sohn auf den Weckruf des Vaters oder der Mutter warten muss, desto eher wird der energievolle Vorwärtsdrang in eine narkotische Lethargie übergehen.

Es braucht also neue Wege. Doch, wie sieht eine solche Lösung aus?

Nehmen wir unsere eigenen Kinder.

Kaum jemandem käme wahrscheinlich in den Sinn, sich bei der Geburt der Tochter oder des Sohns vorzunehmen, sie auch noch im Alter von dreissig, vierzig oder gar fünfzig Jahren zu umsorgen.

Uns liegt vielmehr daran, ihnen einen guten Start zu ermöglichen, sie in ihrer Entfaltung zu unterstützen und ihnen alles mitzugeben, damit sie ihren Weg gehen können.

 

Unternehmensnachfolge als Prüfstein

Kinder als Vorbilder

Wir sehen also schon zu Beginn die Entwicklung, die sich unweigerlich abzeichnet.

Alles, was wir für unsere Kinder tun, all das, worin wir sie fördern, soll ihnen später ermöglichen, selbständig zu sein und ihr eigenes Leben zu leben.

Wir setzen uns somit bereits früh mit der Frage auseinander, was wir ihnen mitgeben müssen, damit sie in die Lage kommen, ihr eigenes Leben zu führen.

Doch: Weshalb gelingt uns dies mit unseren Unternehmen nicht ebenso gut? Was hindert uns daran zu fragen, wer in zehn, zwanzig oder dreissig Jahren unser Nachfolger sein soll? Und was spricht dagegen, uns diese Frage schon sehr früh zu stellen?

Wer konkret der Nachfolger oder die Nachfolgerin sein wird, ist zu jenem Zeitpunkt vermutlich noch nicht relevant.

Loslassen wollen!

Aber allein schon die Gewissheit, sein Lebenswerk in zwar ferner, aber dennoch absehbarer Zeit an einen Nachfolger zu übergeben – beziehungsweise übergeben zu müssen –, setzt zweifellos wichtige Energien frei.

Und öffnet den Blick dafür, was für das Unternehmen wesentlich ist: Die langfristig erfolgreiche Entwicklung.

Dazu gehört in erster Linie, wie es in der Familienstrategie festgehalten ist, die Weitergabe an die nächste Generation – verbunden mit positiven Emotionen.

Würden wir hin und wieder klären, ob die Entscheidungen, die wir heute fällen, unseren Nachfolgern zugute kommen, positionierten wir uns automatisch richtig: Nämlich als Unternehmerinnen und Unternehmer, die bereits heute wissen, dass sie morgen loslassen.

Wollen, nicht müssen.

 

© ap pahud & partner

Nachfolge – hoffentlich mit positiven Emotionen

Nachfolge – hoffentlich mit positiven Emotionen

Lebenswerk vom Unternehmer an die Nachfolger und damit an die nächste Generation mit positiven Emotionen verbinden, was bedeutet, das Unternehmen loszulassen.

Das Lebenswerk einer Generation wird zwar erst in ferner Zeit an einen Nachfolger oder an einige Nachfolgerin übergeben.

Dieses Wissen ändert unsere persönliche Perspektive jedoch wesentlich – bereits heute.

 

Loszulassen entfacht Emotionen

Die Nachfolge im Unternehmen zu lösen bedeutet oftmals gleichzeitig, der nächsten Generation eine Chance zu geben. Wir betrachten in diesem Beitrag dem Themenkreis Unternehmer, Nachfolge, Generation und Emotionen.

80’000 Unternehmen stehen in den nächsten fünf Jahren vor der Frage, wie sie ihre Nachfolge lösen sollen.

Da sind rund ein Viertel der Schweizer Firmen. Von diesen Änderungen sind etwa 900’000 Mitarbeiter betroffen.

Doch um die zwanzig Prozent der Unternehmen werden diesen Schritt erfahrungsgemäss nicht schaffen.

Das wären pro Jahr immerhin 3’000 Firmen mit beinahe 40’000 Mitarbeitern.

Diese Zahlen ergeben sich aus mehreren Studien, unter anderen aus jenen des Centers for Family Business der Universität St. Gallen.

Die Gründe liegen in betrieblichen Problemen, ungelösten strategischen Fragen – und emotionalen Faktoren. Vor allem emotional negativ beeinflusste Perspektiven machen es schwierig, sich auf die Zeit danach einzustellen.

Die Nachfolge zu ordnen bedeutet ja, etwas aus der Hand zu geben. Aber loszulassen entfacht widerstrebende und zwiespältige Gefühle. Wir fürchten uns instinktiv davor, allenfalls mehr zu verlieren als zu gewinnen.

 

Für die nächste Generation denken

Es gibt wahrscheinlich keinen idealen Zeitpunkt, um sich mit der Nachfolge und seinen Auswirkungen auseinanderzusetzen. Allenfalls ist es sogar wichtig, sich darauf einzustellen, dass der geeignete Augenblick kaum je zu finden ist.

Denn Gründe, sich nicht schon heute mit der Übergabe des Unternehmens befassen zu müssen, werden immer vorhanden sein.

Allenfalls sind es in diesen Tagen und Wochen herausfordernde wirtschaftliche Probleme, die eine Übergabe scheinbar verunmöglichen. Und danach ist es vielleicht die strategische Neuausrichtung, die es nötig macht, das Ruder nicht aus der Hand zu geben.

Auch beim sechzigsten, siebzigsten oder achtzigsten Geburtstag des Unternehmers wird es sich ähnlich verhalten.

Hinzu kommt, dass die Nachfolgekandidaten nicht jünger werden – und jedenfalls nicht geduldiger.

Je später die Tochter oder der Sohn die Chance bekommt, sich ins Unternehmen einzubringen und zu beweisen, dass sie fähig sind, die Nachfolge anzutreten, desto weniger werden sie gewillt sein, in die Fussstapfen ihrer Eltern zu treten.

Es braucht somit neue Ansätze. Doch wie sehen diese aus?

 

Die Kinder sollen ihr Leben selbst gestalten

Am besten sehen wir es bei unseren eigenen Kindern: Niemand von uns würde wahrscheinlich schon bei der Geburt der Tochter oder des Sohns davon ausgehen, sie auch noch im Alter von dreissig oder vierzig Jahren zu umsorgen.

Vielmehr möchten wir ihnen doch einen erfolgreichen Start in ihre Leben ermöglichen, sie auf ihrem Weg unterstützen und ihnen alles zeigen, was nötig ist, damit sie ihr eigenes Leben leben können.

Wir sehen schon früh, zu welchen Persönlichkeiten sie sich entwickeln.

Das, was wir unseren Kindern ermöglichen und worin wir sie unterstützen, soll ihnen später ermöglichen, ihr Leben selbständig zu gestalten.

Wir überlegen uns also schon früh, was sie benötigen, damit sie sich gesund entwickeln können.

 

Nachfolge mit positiven Emotionen

Was hindert uns nun aber daran, es mit unserem Unternehmen ebenso gut umzusetzen?

Weshalb fragen wir uns nicht, wer in zehn oder zwanzig Jahren unsere Nachfolge antreten soll?

Und was hält uns davon ab, uns dies schon heute, allenfalls bereits zu Beginn unserer unternehmerischen Laufbahn, zu fragen?

Wer konkret als Nachfolger oder als Nachfolgerin infrage kommen soll, ist zu diesem Zeitpunkt kaum relevant.

Doch nur schon die Tatsache, dass wir uns bewusst sind, dass das Lebenswerk in zwar ferner, aber dennoch absehbarer Zeit an unseren Nachfolger oder an unsere Nachfolgerin zu übergeben, ändert unsere Perspektive wesentlich.

Die Frage stellt sich, was für das Unternehmen am wichtigsten ist. Und die Antwort könnte lauten: Die nachhaltige erfolgreiche Entwicklung – über Generationen hinweg.

Verbunden mit positiven Emotionen.

 

© ap pahud & partner

Private Equity – wie Familienunternehmen davon profitieren können

Private Equity – wie Familienunternehmen davon profitieren können

Familienunternehmen und Private Equity können eine erfolgreiche Kombination sein, wenn beiden früh klar ist, was sich beide Seiten vom Investment versprechen, insbesondere, um die Unternehmensnachfolge zu finanzieren

Weshalb sollte ein Familienunternehmen die Variante Private Equity ins Auge fassen, um beispielsweise die Unternehmensnachfolge zu finanzieren?

Und: Sind die beiden Geschäftsprinzipien überhaupt kompatibel?

 

Familienunternehmen und Private Equity

Eher eine Vernunftehe

Familienunternehmen, Private Equity und damit familienfremde und zudem unbekannte Investoren? Funktioniert diese Verbindung, insbesondere, wenn es darum geht, die Unternehmensnachfolge zu finanzieren? Wir zeigen, worauf in dieser Konstellation zu achten ist.

Es wird kaum eine Liebesbeziehung daraus. Eher eine Vernunftehe.

Am anderen Ende der Werteskala

Die vordergründig divergierenden Interessen zeigen sich nämlich bereits an den bekannten Etiketten: Private Equity-Investoren suchen offenbar nur den kurzfristigen Erfolg.

Sie gelten als Heuschrecken.

Und sie besitzen kaum unternehmerisches Verständnis.

Damit liegen Investoren von Private Equity exakt am anderen Ende einer Werteskala, wie sie nach allgemeinem Verständnis für Familienunternehmen gelten:

Langfristige Ausrichtung, die Aktien bleiben in der Familie, ausgeprägte unternehmerische Verantwortung.

 

Es lohnt, Private Equity näher anzuschauen

Die Unternehmensnachfolge finanzieren

Obwohl sich die Private Equity-Branche früher häufig kritische Voten anhören musste, lohnt es sich, die Beteiligung durch Fonds im Bereich von Private Equity etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Ihr Einsatz ist vor allem dann sinnvoll, wenn das organische Wachstum unterstützt, Konkurrenten übernommen, die eigenen Mittel gestärkt oder – und dies dürfte künftig vermehrt der Fall sein – die Unternehmensnachfolge finanziert werden soll.

Speziell hier kann es hilfreich sein, nach Finanzierungslösungen zu suchen, die nicht per se auf der Hand liegen.

Bedeutender Einfluss des Private Equity-Investors

Fällt die Wahl auf einen Private Equity-Investor, sind jedoch einige Dinge zu beachten.

Der finanzielle Einstieg eines Investors bei einem Familienunternehmen ist in jedem Fall mit einem bedeutenden Einfluss verbunden.

So bestimmt er die Strategie mit oder möchte zumindest, da er mit seinem Investment ein erhebliches finanzielles Risiko eingeht, regelmässig und ausführlich über den Geschäftsgang ins Bild gesetzt werden.

 

 Frühzeitig aufeinander zugehen

Welche Ziele werden verfolgt?

Beiden Seiten müsste also schon früh klar sein, was sie sich vom Investment versprechen.

Dazu zählen ganz grundsätzliche Überlegungen:

Wo liegen die Chancen?

Von welchen Risiken müssen wir prinzipiell ausgehen?

Welche Regeln und Kriterien sollen gelten?

In den Details liegt der Schlüssel

Ebenso wichtig ist die Frage, wie bei der Unternehmensnachfolge die enge finanzielle und strategische Zusammenarbeit zwischen Familienunternehmen und Investor im Detail auszusehen hat.

Eine anstrengende und zeitweise auch etwas mühsame Phase – für beide Seiten.

Wenn aber diesen und ähnlichen Fragen zu wenig Beachtung geschenkt wird, sind die Probleme vorprogrammiert: Dann fehlen die gemeinsamen Vorstellungen zur Strategie, zu den Zielen oder beispielsweise dazu, wie der Jahresgewinn verwendet werden soll. Die Folgen sind aller Regel schmerzhaft.

 

Können beide miteinander?

Die Chancen unterschiedlicher Welten

Dennoch können Unternehmer von den Erfahrungen guter Finanzinvestoren gleich in mehrfacher Hinsicht profitieren.

Zum einen sind sie nebst ihrer eigentlichen Aufgabe als Finanzierer oftmals wertvolle Sparringpartner.

Und zum andern verfügen sie idealerweise über ein grosses Netzwerk, das letztlich wiederum dem Unternehmen zugute kommt.

Aber eines muss beiden Seiten von Beginn weg klar sein: Finanzinvestoren und Familienunternehmer leben schon von ihrer Herkunft und primären Zielsetzung her in unterschiedlichen Welten.

Fazit für Familienunternehmen

Also: Lohnt sich der Einsatz?

Sollen Investoren die Unternehmensnachfolge finanzieren?

Wenn eindeutig klar ist, was die eine Hälfte von der anderen erwartet, gewiss.

Und vielleicht entwickelt sich mit der Zeit und durch die gemeinsam erzielten Ergebnisse sogar so etwas wie gegenseitige Zuneigung.

 

© ap pahud & partner

Miteinander reden – die Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen

Miteinander reden – die Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen

Miteinander reden: Kommunikation zwischen Eltern und Kindern bei der Unternehmensnachfolge ist entscheidend für den Erfolg

Kommunikation heisst, miteinander zu reden, im Gespräch zu bleiben, gerade in der Nachfolge. Danach verstehen wir bestimmt besser, was sie denkt oder er vorhat.

Was ja vor allem bei der Nachfolge in Unternehmen das A und O einer erfolgreichen Übergabe an die nächste Generation darstellt.

 

Kommunikation ist anspruchsvoll

Baustein für eine erfolgreiche Nachfolge

Man muss miteinander reden, gegenseitig im Gespräch bleiben, insbesondere in Familienunternehmen.

Und vor allem zwischen der einen Generation und der nächsten.

Kommunikation ist gleichzeitig ein wesentlicher Baustein für eine erfolgreiche Nachfolge in Unternehmen.

Doch miteinander reden ist oftmals anspruchsvoll. Manchmal ausgesprochen schwierig. Und lässt oftmals Raum für Interpretationen und Fehlschlüsse zu. So, wie in diesem Beispiel.

Die Geschichte mit dem Hammer

Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer.

Der Nachbar hat einen. Also beschliesst unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen.

Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüsste er ihn nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Aber vielleicht war die Eile nur vorgeschützt, und er hat etwas gegen ihn.

Und was? Er hat ihm nichts angetan; der bildet sich da etwas ein.

Wenn jemand von ihm ein Werkzeug borgen wollte, er gäbe es ihm sofort. Warum sein Nachbar nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen ausschlagen?

Leute wie der Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet der Nachbar sich noch ein, er sei auf ihn angewiesen. Bloss weil er einen Hammer hat.

Jetzt reicht’s ihm aber wirklich. Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch noch bevor jener ‚Guten Morgen’ sagen kann, schreit ihn unser Mann an: ‚Sie können Ihren Hammer behalten, Sie Rüpel!’“

 

Wir kommunizieren immer

Man kann nicht nicht kommunizieren

Wir kennen diese Geschichte von Paul Watzlawick.

Und doch zeigt sie immer wieder exemplarisch, worum es geht: Wir täten gut daran, ohne Umschweife das Gespräch zu suchen, direkt und unverfälscht auf andere zuzugehen, miteinander zu reden, im Gespräch zu bleiben und von uns aus Klarheit zu schaffen. Kommunizieren, halt.

Und schon sind wir beim ersten Axiom Watzlawicks: Man kann nicht nicht kommunizieren.

Wir kommunizieren nämlich immer, ob wir es so sehen wollen oder nicht. Auch Nicht-Kommunikation ist schliesslich Kommunikation.

Nachfolge früh und transparent kommunizieren

Diese Nicht-Kommunikation ist übrigens oftmals die deutlichere und aufrichtigere als die verbale.

Und gleichzeitig eine mit heiklen Passagen, Leerräumen und Durchhängern.

Denn gerade WEIL wir immer auf die eine oder andere Weise kommunizieren, hat jede Kommunikation – auch die ungewollte, quasi „nicht-stattfindende“ – ihre eigene, klare Sprache. Für Sender wie Empfänger.

Vor allem bei der Nachfolge in Unternehmen ist die transparente, direkte und frühzeitige Kommunikation – miteinander reden – zwischen Vater, Mutter, Tochter und Sohn entscheidend für den erfolgreichen Übergang von der einen Generation auf die nächste.

 

Miteinander reden – im Gespräch bleiben

Miteinander reden als Ursache und Wirkung

Womit wir bereits bei einer weiteren Maxime wären: Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung (übrigens ebenso eine von Watzlawick). Ein Reiz führt zu einem Gegenreiz – oder einer wie auch immer gearteten Kommunikation.

Was uns dies sagt?

Letztlich nicht mehr und nicht weniger als die Aufforderung, miteinander zu reden.

Kommunizieren: Chance für Familienunternehmen

Also im Gespräch zu bleiben und das Gespür für die eigene Ausdrucksweise und für jene des Partners zu verfeinern.

Danach verstehen wir bestimmt besser, was er sich denkt oder sie vorhat.

Was ja vor allem bei der Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen das A und O einer erfolgreichen Übergabe von einer Generation an die nächste darstellt.

 

© ap pahud & partner