Earn Out ist eine Möglichkeit, damit sich Verkäufer und Käufer beim Kaufpreis und weiteren Modalitäten finden.

Das war mein Weg.

So werden es hoffentlich die meisten Unternehmerinnen und Unternehmer einst mit Freude und überzeugt sagen können, wenn sie zurückblicken auf einen Lebensabschnitt, der sie als Unternehmerin oder Unternehmer wesentlich geprägt hat.

 

Mein Weg ist mein Weg

Irgendwann ist es soweit. Und wir fragen uns: War er dies nun? Mein Weg, den ich mir vorgestellt, erhofft, gewünscht und erkämpft hatte?

Wir werden in einem bestimmten Augenblick an einem entscheidenden Punkt im Unternehmerleben angelangt sein. Wir werden auf ein langes und erfahrungsreiches Leben zurückblicken. Und wir werden uns, wie so oft in den vielen Jahren als Unternehmer und Unternehmerin, nochmals gedanklich mit den letzten Jahren und Jahrzehnten auseinandersetzen.

Haben wir das erreicht, was uns all die Jahre über so wichtig war? Trafen wir die richtigen Entscheidungen? Kamen wir je in die Lage, über wirklich wesentliche Fragen entscheiden zu können und die Weichen tatsächlich neu zu stellen?

Oder liessen wir uns allenfalls eher von den Umständen leiten? Weil es sich eben so ergeben oder einfach gepasst hat? Und vielleicht fragen wir uns in diesem Moment auch, was wir genauso wieder tun würden – und was wiederum ganz anders.

Entweder: Que sera, sera

Für die einen stellen sich solche Fragen, wenn sie vierzig oder fünfzig sind. Für andere erst mit sechzig, siebzig, achtzig – oder allenfalls auch gar nie.

Man könnte hier vielleicht erklärend einwenden, dass das Leben nun mal einfach immer gut gelaufen sei. Dass gekommen sei, was habe kommen müssen. Und dass man es deshalb so genommen habe, wie es nun mal vom Schicksal angeboten worden sei.

Der Hit „Que sera, sera. Whatever will be, will be. The future’s not ours to see“ aus den Fünzigern könnte möglicherweise genau darauf anspielen.

Diese Zeilen sprechen für ein Urvertrauen, das erfahrungsgemäss nur ganz wenige Menschen verspüren. Und sie unterstreichen die Botschaft, dass letztlich alles seine Richtigkeit hat und einen tieferen Sinn ergibt.

Wir beobachten diese Zuversicht unter Umständen noch bei sehr alten Menschen, die viel erlebt, durchgemacht und gemeistert haben. Ihre reiche Lebenserfahrung hat gezeigt, dass so manches machbar und anderes dennoch unabwendbar ist. Und nicht wenige entwickelten daraus eine eigentliche Lebensklugheit und -philosophie.

Oder: Die Zukunft aktiv gestalten

Es ist aber gerade dieses grosse Vertrauen in die Zukunft, diese ausgeprägte Hoffnung auf gute Zeiten und diese tief empfundene Geborgenheit, die einige als naiv und weltfremd beurteilen würden.

Für sie ist eine solche Haltung allzu zu passiv und zu wenig selbstbestimmt. Sie würde als zu fatalistisch und allzu andersartig bewertet werden.

Ihr Argument: Wir können unser Leben doch aktiv prägen. Wir sind sehr wohl in der Lage, bewusst zu entscheiden. Und dadurch unsere Zukunft – wenigstens ein Stück weit – selbst zu bestimmen.

Machen wir dazu einen Abstecher zu Peter F. Drucker, der es einst in etwa so formulierte: „Die Zukunft vorhersehen heisst, diese zu gestalten.“

Dabei ging er davon aus, dass jeder von uns seine bzw. ihre eigene Zukunft formen soll. In seinen Überlegungen trat er somit für einen gestalterischen, aktiven Ansatz ein, der uns alles in die Hand gibt, was nötig ist, um uns voranzubringen.

… I did it my way

Natürlich sind wir weitgehend frei in dem, was wir tun, wie wir uns entwickeln oder ab wann wir uns nicht mehr fortbewegen möchten.

Aber wir sind gleichzeitig immer auch mit anderen verbunden, mit ihnen in einem laufenden gegenseitigen Austausch, zugleich von ihnen abhängig und ebenso für sie verantwortlich.

Was wir tun oder unterlassen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken oder was wir vernachlässigen, wofür wir uns entscheiden oder wohin wir uns treiben lassen: all dies beeinflusst sowohl uns als auch unsere mittel- und unmittelbare Umgebung.

Die einen finden somit ihren Weg im Credo, dass kommen werde, was kommen möge. Andere wiederum fühlen sich verpflichtet, ihre Zukunft – ganz im Sinne Druckers – aktiv zu gestalten und zu wissen: Dies ist mein Weg!

Es wäre in diesem Zusammenhang – so oder so – zu wünschen, dass wir in zwanzig, allenfalls in dreissig oder sogar vierzig Jahren mit Freude und Genugtuung auf unsere ganz persönliche, einmalige und damit unverwechselbare Lebensspur zurückblickten.

In der Gewissheit, für uns ganz persönlich „richtig“ entschieden zu haben.

Und schlicht ergreifend wäre es, wir könnten später mal mit Frank Sinatra sagen: „… the record shows I took the blows – and I did it my way„.

 

 

© ap pahud & partner